Solar Radweg zwischen Ehlershausen und Ramlingen

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Die Region hat offensichtlich zu viel Geld! Anstatt die maroden Straßen in Ordnung zu bringen, verirrt man sich in Projekte, die den Steuerzahler teuer zu stehen kommen. Unabhängig von den Ergebnissen in Holland, steht fest, dass eine horizontale Photovoltaik-Anlage (genannt PV) nur etwa 80% der Erträgen bringen kann, die eine simple PV Anlage auf einem Dach – gleich welcher Art – mit einer Neigung von ca. 15-30 Grad erreicht. Das ist Physik und Fakt. Demzufolge sollte die Überlegung sein, zunächst die Flächen PV-mäßig zu nutzen, die sich in dieser Art effektiv nutzen lassen. Und davon gibt es hunderte in Burgdorf, bspw. auf Schulen, öffentlichen Gebäuden oder privaten Objekten.

Der Radweg Ramlingen-Ehlershausen ist auf jeden Fall das falsche Versuchsobjekt. Die Gründe sind folgende: Es stehen auf der Südseite beider Fahrbahnen Bäume die Verschattung und Verschmutzung verursachen und die PV-Erträge deutlich schmälern, wahrscheinlich reduziert auf 50%. Ferner entstehen Pflegemaßnahmen für die Stadt Burgdorf, die es bisher nicht gab. Also ist der Versuch von vornherein zum Scheitern verurteilt. Man sollte nicht versuchen, das Rad immer wieder neu zu erfinden! 

Ferner hätte man, unabhängig von der völligen Untauglichkeit dieses Radweges für das nun geplante Projekt, schon vor Beginn der Erneuerung PV-Vorbereitungen treffen müssen. Die meisten soeben erfolgten Arbeiten waren überflüssig. Planung rückwärts nennt man so etwas.

Zur Technik: Losgelöst von der Tatsache, dass das Geld sinnvoller eingesetzt werden könnte, z.B. für die Fußwegerneuerung auf der Südseite Ramlinger Straße oder Fußweg in Ramlingen, ergibt sich folgende Rechnung: Für 750.000,00 € beispielsweise, könnte man bei Beachtung von Regeln und Technik, sowie Erfahrungen aus 20 Jahren Photovoltaik, etwa 450 KWp Leistung installieren. Natürlich nicht auf einem Radweg, aber auf Gebäuden. Diese Leistung von 450 KWp erzeugen im Burgdorfer Raum ca. 380.000 KWh/pa. Das ist der Stromverbrauch von 90 bis 100 Haushalten. Das wäre eine ökologische Maßnahme mit Sinn und Nachhaltigkeit. Alles andere ist Geldverschwendung von Steuergeldern vom Amtsschimmel ausgebrütet, sicher in guter Absicht, aber ohne Sinn.

Reinhart Broy
CDU Kandidat für Ortsrat u. Stadtrat

Der Radweg in der Fotostrecke:

Plan Solar Radweg als Versuchsstrecke

Plan Solar Radweg als Versuchsstrecke

Plan Solar Radweg als Versuchsstrecke

Plan Solar Radweg als Versuchsstrecke

Plan Solar Radweg als Versuchsstrecke

Plan Solar Radweg als Versuchsstrecke