Vierte CDU Bürgerrunde mit dem BM-Kandidaten

Otze ist ein liebenswerter Ort mit einem großen ehrenamtlichen Engagement

Die vierte Bürgerrunde der CDU fand am 7. November 2018 auf Einladung der Ortsbürgermeisterin Ulla Träger in Otze statt. Im Mittelpunkt der Zusammenkunft stand die Vorstellung des CDU Bürgermeisterkandidaten Armin Pollehn.

Nachdem der Kandidat seine Schwerpunkte in Schulpolitik und Wirtschaftspolitik verdeutlicht hatte, wurde das Thema Kita Plätze angesprochen. Denn hier kneift es derzeit sehr. Zum einen, weil durch fehlende Kita Plätze die Eltern gezwungen werden ihre Kinder privat betreuen zu lassen oder eine Kita entfernt von ihrem Wohnort wählen müssen. Pollehn bestätigte, dass die Stadt Burgdorf derzeit die vorhandenen Bedarfe nicht decken könne. Allerdings werden an mehreren Stellen in Burgdorf Kita Plätze geschaffen, so im Familienzentrum in der Südstadt sowie die Caritas Kita im Langen Mühlenfeld und der Ausbau in Nordwest, Ehlershausen und Otze. Auch ist die Situation für Mitarbeiter in den Kitas und Krippen noch nicht zufriedenstellend. Aus diesem Grund wird der Rat im Zuge der Haushaltsberatungen über sechs weitere Stellen für Springerkräfte in den Kindertagesstätten beschließen.

Ein weiteres wichtiges und auch finanziell großes Projekt ist das Otzer Ensemble für Bildung und Sport, von der Verwaltung nun Trilogie genannt. Dabei handelt es sich um eine Erweiterung der Kita, der Grundschule und den Neubau einer Sporthalle. Das anfänglich auf ca. fünf Millionen geschätzte Bauvolumen hat sich nun auf Basis des aktuellen Haushaltsentwurfs auf ca. 12 Millionen erhöht. Außerdem entsteht bereits im nächsten Jahr dringender Handlungsbedarf für zwei Schulklassen, der durch eine Containerlösung gedeckt werden wird. Für die Kita wird es ebenfalls eine Container-Lösung geben. Es gilt neben der Interimslösung die konkreten Planungen für die baulichen Erweiterungen anzugehen. Für Pollehn und Träger ist klar, dabei sind die Bürger, aber im ersten Schritt insbesondere auch die Schule, die Kita und die Sportvereine frühzeitig in den Dialog einzubeziehen.

Zum Abschluss der Bürgerrunde wurde das hohe bürgerliche, ehrenamtliche Engagement in Otze angesprochen.

Nach Ansicht der Otzer werde jedoch häufig das eigenständige Handeln von Seiten der Verwaltung abgelehnt. Dies gelte zum Beispiel bei der Pflege von städtischen Grünflächen/Rabatten (Rückschnitt von Bäumen, Rasen mähen), aber auch bei Ideen zu möglichen Umgestaltungen von öffentlichen Flächen (z.B. Lindenbrink). Begründet werde dies oft mit rechtlichen Hintergründen, z.B. weil die versicherungstechnische Absicherung fehle. Es wurde hinterfragt, wie eigenständiges Handeln gefördert und zukünftig unterstützt werden könne. Der Bürgermeisterkandidat nahm dies auf und sagte zu im Falle seiner Wahl, die Ermessenspielräume mehr nutzen zu wollen, um ein versichertes ehrenamtliches Handanlegen zu ermöglichen.