Ursula von der Leyen begeistert beim Neujahrsempfang der CDU Burgdorf

Kommissionspräsidentin der Europäischen Union fühlt sich beim Neujahrsempfang der CDU Burgdorf zu Hause

Rund 180 Gäste folgten am vergangenen Freitag den 24.01.2020 der Einladung des CDU Stadtverbandes Burgdorf zum diesjährigen Neujahrsempfang in den Landgasthof Voltmer in Ramlingen.

Bereits im Vorfeld war klar, das dies der bisher größte Neujahrsempfang in der Geschichte des Stadtverbandes Burgdorf werden würde. Bereits wenige Tage nach Bekanntgabe des Termins war die Veranstaltung bereits ausgebucht, das Telefon stand nicht mehr still beim Schriftführer Carsten Schmuck, Email Postfächer quollen über. Trotz alledem haben wir am Ende doch „fast“ jeden noch unterbringen können.

Bereits früh am Abend füllte sich der Saal im Landgasthof Voltmer in Ramlingen, dank einer sehr guten Vorbereitung und Planung des Organisationsteams, kam es zu keiner Zeit zu Stauungen oder Wartezeiten beim Einlass. So konnten alle pünktlich zu Beginn der Veranstaltung ihren Platz einnehmen.

Neben den Gästen waren zahlreiche Vertreter der örtlichen Presse vor Ort, sowie ein Team vom NDR, welches live vom Veranstaltungsort in die Sendung „Hallo Niedersachsen“ berichtete.

Der Abend wurde begleitet vom IKU, dem interkulturellen Chor aus Burgdorf, unter der Leitung von Frau Almut Stoppe.

Der Stadtverbandsvorsitzende Oliver Sieke eröffnete den Abend mit einer fulminanten Rede und brachte zum Ausdruck, das wir alle wissen, dass es mitnichten selbstverständlich sei, das Frau Dr. Ursula von der Leyen an unseren heutigen Neujahrsempfang teilnähme. Er sei deshalb der stolzeste Stadtverbandsvorsitzende der CDU im gesamten Bundesgebiet.

Sieke bedankte sich deshalb nicht nur angemessen bei Europas mächtigster Frau, die noch vor wenigen Tagen beim Weltwirtschaftsgipfel in Davos US-Präsident Donald Trump die Stirn bot und am Morgen erst aus Israel vom Auschwitz-Gedenken zurückgekehrt war, sondern auch bei seinem Organisationsteam. „Ohne Monika Reißer, Carsten Schmuck, Mirco Zschoch, Sonja und Timo Heyna sowie Klaus Köneke hätte diese Veranstaltung so nicht stattfinden können.“, so Sieke. Gerade Klaus Köneke war es, der es überhaupt erst ermöglicht hatte, dass Frau Dr. von der Leyen unser Ehrengast wurde. Er schrieb, ganz „oldschool“, einen Brief an Frau von der Leyen, der nicht unbeantwortet blieb. Kurze Zeit später meldete sich die EU-Kommisionspräsidentin bei Oliver Sieke, um mit ihm alles Notwendige zu besprechen.

Auch unser Bürgermeister Armin Pollehn ließ es sich bei seinem Grußwort nicht nehmen, seinem Stadtverband für die Leistung im Wahlkampf zu danken. Er gab der EU Kommissionspräsidentin mit seinem Satz „Die CDU weiß, was Heimat bedeutet.“ die Steilvorlage für die Eröffnung ihrer Rede.

„Wie schön, wieder hier zu Hause zu sein“, wir alle kennen dieses Gefühl und umso mehr ist es für uns doch schön zu hören, dass die Frau an der Spitze der EU so über „unser Burgdorf“ denkt und fühlt. Man konnte sehen, wie sehr sie sich darüber freute, viele alte Bekannte wieder zu sehen.

Von der Leyens Heimat sei Niedersachsen, wohin sie im Alter von 13 Jahren aus Brüssel zog – zuerst nach Ilten, später nach Beinhorn. Weil sie aber 1958 in Belgiens Hauptstadt geboren sei und dort acht Jahre lang die Schule besucht habe, fühle sie sich auch daheim in Europa, dessen Geschicke sie die Ehre habe, lenken zu dürfen. Und zwar in Richtung eines von ihr propagierten Green Deals, um den Klimaschutz entscheidend voranzubringen. Und mit einer Digitalisierung, die anders als in den USA nicht vom Markt diktiert oder wie in China vom Staat kontrolliert werden dürfe, sondern in guter europäischer Tradition „vom Menschen her gedacht“ sein müsse.

Von der Leyen hielt ein flammendes Plädoyer für die Europäische Union mit ihren nach dem Brexit immerhin noch 27 Staaten, deren 440 Millionen Einwohner in Freundschaft freiwillig zusammenstünden auf einem Fundament gemeinsamer Werte. Die Austrittsverhandlungen mit Großbritannien in den vergangenen dreieinhalb Jahren hätten Europa zusammenrücken lassen und gestärkt. „Lang lebe Europa“, schloss die Kommissionspräsidentin ihren umjubelten Vortrag, der von den Gästen mit „standing ovations“ gefeiert wurde.

Gemeinsam mit dem IKU Chor und Oliver Sieke an der Seite, sang sie die Europahymne „Ode an die Freude“. Danach umarmte sie die Schüler und forderte den Saal auf, ebenfalls den jeweiligen Sitznachbarn zu herzen. „Das machen wir hier so.“ Ein Großteil der Zuhörer beteiligte sich, überrascht und mit Vergnügen. Weil es so schön war, folgte noch ein weiteres gemeinsames Stück. „Wind of Change“, ein Lied, welches zu ihrer Verabschiedung als Verteidigungsministerin während des Zapfenstreichs, gespielt wurde. Sie versprach, ein Video vom Auftritt an den Komponisten Klaus Meine zu schicken.

Zum Abschluss mussten noch viele Hände geschüttelt und zahlreiche „Selfies“ gemacht werden.

Als alle Geschenke überreicht waren, wurde Frau Dr. von der Leyen von vielen Sympathien auf den Weg ins heimische Beinhorn hinaus auf die Grüne Allee in Ramlingen getragen. Oliver Sieke brachte Frau von der Leyen zum Fahrzeug. Eine harmonische Veranstaltung ging zuende. „Die Veranstaltung war offen geplant und es kamen nur Freunde“, so der Stadtverbandsvorsitzende.

Auch mit den Landwirten, allen voran Arne Klages, Philipp Hattendorf und Andreas Thieleking, mit denen Sieke im Vorfeld viel gesprochen hat, um eine große Demonstration mit Schleppern zu verhindern, ging man als Freunde auseinander. „Wir hatten unseren Green Deal“, so Sieke mit einem Augenzwinkern, der sich bei der Kommissionspräsidentin dafür einsetzte, dass es ein persönliches Gespräch geben konnte.

Oliver Sieke resümierte: „Wir haben so viel positive Rückmeldungen mitgenommen. Es hat alles wunderbar geklappt. Das Team hat toll gearbeitet. Es war ein fantastischer Abend“.

Fotos: Bastian Altenburg